Ausführung Arbeitsfuge im Betonbau - Mit Injektionsschlauchsystem
Die fachgerechte Abdichtung von Arbeitsfugen im Betonbau ist entscheidend für die Dauerhaftigkeit und Dichtheit von Bauwerken – insbesondere bei erdberührten Konstruktionen wie Keller, Tiefgaragen oder Ingenieurbauwerken. Moderne Injektionsschlauchsysteme bieten hier eine zuverlässige und flexible Lösung, um Fugen in sogenannten „Weißen Wannen“ dauerhaft gegen Wasser und Feuchtigkeit abzudichten.
Beim betonierten Bauwerk entstehen durch Arbeitsabschnitte unvermeidbare Fugen, die gezielt gesichert werden müssen. Der Einbau eines Injektionsschlauchs aus PVC ermöglicht eine kontrollierte und nachträgliche Abdichtung direkt im Fugenbereich. Durch das gezielte Einpressen von Injektionsharzen werden selbst kleinste Fehlstellen zuverlässig verschlossen, da sich das Material im gesamten Fugenbereich verteilt und den Beton effektiv abdichtet.
Dieses Verfahren ist besonders wirtschaftlich und praxisgerecht, da Abdichtungsmaßnahmen auch nachträglich und ohne umfangreiche Rückbauarbeiten erfolgen können. Gerade bei Projekten im Hoch- und Tiefbau sowie bei anspruchsvollen Wasserbeanspruchungen bietet das Injektionsschlauchsystem maximale Sicherheit und Flexibilität.
Systemlösungen mit geprüften Komponenten wie AQUAFIN-CJ1 sowie abgestimmten Injektionsharzen sorgen für eine langlebige, normgerechte Fugenausführung und erhöhen nachhaltig die Bauwerksqualität. Damit eignet sich die Methode ideal für Bauunternehmen, Planer und Sanierungsexperten, die auf effiziente und sichere Abdichtungslösungen im Betonbau setzen.
1 Standardpacker
An Start- und Endpunkt (max. 10 m) an der Innenseite der Schalung einen Standardpacker aufnageln.
2 Injektionsschlauch befestigen
Den Injektionsschlauch AQUAFIN-CJ1 sorgfältig mit Hilfe der Schlauchklemme am Packer befestigen.
3 Injektionsschlauch verlegen
Den Injektionsschlauch mit einer Betonüberdeckung von mind. 8 cm zur wasserführenden Seite hin verlegen und mittels Kunststoffclips (6 St./m) auf dem Beton befestigen, um ein Verrutschen oder Aufschwimmen zu verhindern.
4 Entlüftungsschlauch verkleben
Auf die herausstehende Verbindungstülle des Entlüftungsschlauches wird der beiliegende PVC-Kleber satt aufgetragen.
5 Injektionsschlauch verbinden
Den Injektionsschlauch AQUAFIN-CJ1 unmittelbar auf die so vorbereitete Verbindungstülle aufstecken – anschließend die Trocknungszeit abwarten.
6 Entlüftungsschlauch vollständig verbinden
Über die Verbindung des Entlüftungsschlauches und des Injektionsschlauches ca. 6–8 cm Heißschrumpfschlauch ziehen und mittels Heißluft die Verbindung erhitzen, bis sich der Heißschrumpfschlauch eng anliegend um die Verbindung gezogen hat.
7 Anschluss verschiedener Schlauchabschnitte
Die Schlauchenden der Lüftungsschläuche in eine Verwahrdose einführen und vor der Injektion (z. B. mit AQUAFIN-P1 und AQUAFIN-P4) mit Injektionsnippel versehen.