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FAQs

1. Bauwerkabdichtung

Ja, z. B. mit der PFT-Swing oder der HighPump-M8. Die benötigten Ausstattungsmerkmale können Sie dem „Ausrüstungsplan AQUAFIN-2K/M“ entnehmen.

Bei dem ASO-Systemvlies-02 handelt es sich um eine Schutzmaßnahme. Empfohlen wird dieses zum:

• Schutz vor Beschädigung während der Reaktions-/ Trocknungsphase
• Verhinderung einer schnellen Hautbildung auf dem frischen Material die somit die Reaktions-/ Trocknungszeit verkürzt
• Schutz vor schiebenden oder abrutschenden Drainage- oder Dämmplatten.

Die Abdichtung wird sofort nach dem Herstellen in der Oberfläche geschützt. Nachfolgende Schutzschichten wie z. B. Perimeterdämmung werden nicht direkt auf der Dickbeschichtung verklebt. Das ASO-Systemvlies-02 bildet eine Gleitschicht, die im Falle des Abrutschens der Platten beim Verfüllen der Baugrube, eine Beschädigung der Abdichtung verhindern soll.

Gegenüber den allgemein anerkannten Regelwerken definierten Abdichtungsstoffen und -verfahren gibt es auch alternative Abdichtungen. Dazu gehören Abdichtungsmaterialien die nicht in der DIN 18195 aufgelistet sind. Hier sind vor allem die mineralischen Dichtungsschlämmen zu nennen, z.B. AQUAFIN-2K/M. Diese Abdichtungsmaterialien werden seit vielen Jahrzehnten zur Sanierung eingesetzt und haben sich in der praktischen Anwendung bewährt – sie entsprechen den „allgemein anerkannten Regeln der Technik“. In einschlägigen Regelwerken wie den Merkblättern der WTA oder der Deutschen Bauchemie werden diese Materialien beschrieben. Sollen diese alternativen Abdichtungen auf Wunsch des Verarbeiters zur Abdichtung im Neubau eingesetzt werden, muss dies gesondert, schriftlich mit dem Auftraggeber vereinbart werden.

Bei einer „weißen Wanne“ handelt es sich um ein Bauwerk aus wasserundurchlässigem Beton. Nach Deutschem Ausschuss für Stahlbeton sind diese teilweise oder vollständig erdberührt. Der Beton übernimmt ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen sowohl lastabtragende, als auch abdichtende Funktion. Fugen und Durchführungen sind mit geeigneten Maßnahmen ggf. abzudichten. Die Konstruktion und Planung wasserundurchlässiger Bauwerke aus Beton bedarf besonderer Sorgfalt und muss in Abstimmung mit den aktuellen Regelwerken erfolgen. Neben der Konsistenz des Betons kommt dabei der Ausbildung von Fugen und der Vermeidung von Rissen durch Bemessungen der Bewegung besondere Bedeutung zu.

Zur Aufnahme einer Abdichtung sind zum Beispiel folgende Untergründe geeignet: Ziegel- und Kalksandsteinwand, Porenbetonsteine, Vollsteine aus Leichtbeton oder Beton. Mischmauerwerk, Beton oder Stahlbeton und Putze sind Beispiele für geeignete Untergründe. Alle genannten Untergründe müssen sauber, fettfrei, staubfrei und frei von allen weiteren haftungsmindernden Stoffen sein. Die Haftung des Abdichtungsmaterials am Untergrund, darf nicht negativ beeinflusst werden.

Die Abdichtung erdberührter Bauteile hat die Aufgabe ein Bauwerk dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen und den Innenraum höherwertig nutzbar zu machen. Die zu verwendenden Abdichtungsprodukte und Systemkomponenten müssen untereinander kompatibel und aufeinander abgestimmt sein. Sowohl Spritzwassersockelabdichtungen als auch Wanddurchführungen (Rohre und Kabel) und der Übergangsbereich von der vertikalen in die horizontale Fläche müssen so ausgeführt werden, dass ein sicherer und dauerhafter Schutz vor Feuchtigkeit gegeben ist.

Nach DIN 18195 – Teil 2 sind folgende Materialien geregelt: heiß zu verarbeitende Klebemassen und Deckaufstrichmittel, Asphaltmastix und Gussasphalt, Bitumen- und Polymerbitumenbahnen, Kunststoff- und Elastomerbahnen, sowie kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung, z.B. COMBIFLEX-EL (Tabelle 1-6). Des Weiteren die mineralische, rissüberbrückenden und nicht rissüberbrückenden Dichtungsschlämmen (MDS - Tabelle 7), z.B. AQUAFIN-RS300, sowie die Flüssigkunststoffe für die Bauwerksabdichtung (FLK – Tabelle 9). Materialien, die in Tabelle 1-6 beschrieben sind, dürfen zur Abdichtung in den Lastfällen DIN 18195 Teil 4-6 eingesetzt werden. Die in Tabelle 7 und 9 beschriebenen Materialien sind bis dato nur für den Lastfall DIN 18195 Teil 7 freigegeben.

Maßgeblich für den Lastfall nach DIN 18195 ist zum einen der Bemessung der Wasserstand, die Wasserdurchlässigkeit des angefüllten Bodens und der Einbau einer Drainage. Oberhalb des Bemessungswasserstandes tritt nur der Lastfall Bodenfeuchtigkeit und Sickerwasser auf, wenn das Verfüllmaterial stark wasserdurchlässig ist. Das anfallende Wasser übt keinen hydrostatischen Druck auf die Abdichtung aus. Ist der Boden jedoch wenig wasserdurchlässig, übt das Wasser zeitweise einen hydrostatischen Druck aus und man muss von aufstauendem- oder gar Druckwasser (höchster anzunehmender Grundwasserstand bei ≥ 30 cm unter Oberkante Betonsohle) ausgehen.
Das bedeutet, dass der Bemessungswasserstand, das Verfüllmaterial und die gegebenenfalls vorgesehene Drainung in die Konzeption, Planung und Ausführung einer Abdichtungsmassnahme einfließen muss.

Die DIN 18195 ist das verantwortliche Regelwerk im Bereich des Neubaus. Im Teil 2 der Norm, der sog. „Stoffnorm“, werden die zur Abdichtung möglichen Materialien beschrieben. Der Teil 4 erläutert den Lastfall „Bodenfeuchte“ und „nicht aufstauendes Sickerwasser“ für erdberührte Bauteile. Im Teil 5 der Norm sind die Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen beschrieben. Der Teil 6 der DIN 18195 regelt die Abdichtung gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser.
Hilfestellungen bietet hier die „KMB-Richtlinie“ der Deutschen Bauchemie.

ASOL-FE 1:5 mit Wasser verdünnt. Vor dem Auftragen von COMBIDIC-1K diesen Voranstrich durchtrocknen lassen.

2. Bauwerkinstandsetzung

Die Mindestschichtdicke der THERMOPAL-Sanierputze beträgt je nach Salzbelastung des Untergrundes 20 mm. Diese kann in einem Arbeitsgang aufgetragen werden.
Bei einer hohen bis mittleren Salzbelastung ist der Sanierputz zweilagig ab einer Mindestschichdicke zwischen 25 und max. 40 mm aufzutragen.
Zwischen den beiden Putzlagen sollte erfahrungsgemäß eine Wartezeit von einem Tag pro Millimeter Schichtdicke eingehalten werden.

Ja, z. B. mit der PFT G4. Die benötigten Ausstattungsmerkmale können Sie dem „Ausrüstungsplan THERMOPAL-SR44“ entnehmen.

Als Haftgrund für die Sanierputze THERMOPAL-SR24, THERMOPAL-SR44, THERMOPAL-ULTRA sowie THERMOPAL-GP11 wird der Vorspritzmörtel THERMOPAL-SP verwendet. Dieser ist in der Regel unter Sanierputzen halbdeckend und warzenförmig (Deckungsgrad <50%) aufzutragen.
Der Vorspritzmörtel wird nur dann volldeckend unter Sanierputzen aufgetragen, wenn der Untergrund z. B. mit einer Dichtschlämme zuvor abgesperrt wurde.
Das Anmachwasser von THERMOPAL-SP kann bei stark saugenden sowie bei sehr schwach saugenden Untergründen mit dem Härte- und Haftmittel ASOPLAST-MZ vergütet werden.
THERMOPAL-SP kann auch als Vorspritzmörtel für übliche Zement- oder Kalk-Zementputze verwendet werden.

Die SCHOMBURG-Sanierputze THERMOPAL-GP11, THERMOPAL-SR24, THERMOPAL-SR44 und THERMOPAL-ULTRA sind WTA zertifizierte (WTA-Merkblatt 2-9-04/D) Produkte.
Sanierputze nach WTA-Richtlinie haben salzspeichernde, hydrophobe Eigenschaften und eine erhöhte Wasserdampfdiffusion bei gleichzeitig reduzierter kapillarer Leitfähigkeit.
THERMOPAL-SR44 zeichnet sich zu dem noch durch einen enorm niedrigen Verbrauch aus (Verbrauch: 7,5 kg/m²/cm).
THERMOPAL-ULTRA besitzt seine Vorteile durch eine schnellere Erhärtung und macht damit ein frühes Nachbehandeln der Putzoberfläche (z. B. abreiben oder rabottieren) möglich.
Die Einsatzbereiche bleiben bei den SCHOMBURG-Sanierputzen grundsätzlich die gleichen.

Auf Sanierputzsystemen sind hochdiffusionsoffene Anstriche wie z. B. Silikatfarben zu verwenden um die Wirkungsweise des Sanierputzsystem nicht zu beeinträchtigen. Dieses gilt auch für weitere Aufbauten wie z. B. Fein- oder Dekorputze .
Da häufig bei mit Sanierputzen instand gesetzte Flächen mit einem weißen Anstrich versehen werden, bietet SCHOMBURG den THERMOPAL-SR44-weiß an, bei dem ein üblicherweise folgender Anstrich entfallen kann.

Sanierputze werden zur Herstellung diffusionsfähiger und trockener Putzflächen auf feuchten und/oder salzbelasteten Innen- und Außenwänden verwendet.
Sanierputze haben gegenüber anderen Putzen einen relativ hohen Luftporengehalt der erforderlich ist, um eine Auskristalisation von bauschädlichen Salzen im Putz zu ermöglichen, ohne dass der Putz Schaden nimmt.

3. Estriche

Im Außenbreich, ist ein mit den Werktrockenmörtel ASO-EZ2-Plus, ASO-EZ4-Plus, ASO-EZ6-Plus und ASO-EZ-LIGHT-Plus hergestellter Estrich einsetzbar, wenn eine geeignete SCHOMBURG Verbundabdichtung ausgeführt wird.

Ja man kann ASO-EZ2-Plus, ASO-EZ4-Plus, ASO-EZ6-Plus und ASO-EZ-LIGHT-Plus maschinell verarbeiten.
Zum Anmischen empfehlen wir den Estrich-Boy der Fa. Brinkmann mit 65 mm Schlauchdurchmesser oder andere gebräuchliche Estrichmischer PFT, Putzmeister Mixocret o. ä. zu verwenden. Die Wasserzugabe beachten und Überschusswasser ausschließen!

In feuchtigkeitsbelasteten Bereichen der Beanspruchungsklasse A0, A, B0, C, gemäß ZDB-Merkblatt, ist ein Estrich mit dem Werktrockenmörtel ASO-EZ2-Plus, ASO-EZ4-Plus, ASO-EZ6-Plus und ASO-EZ-LIGHT-Plus einsetzbar, wenn eine geeignete SCHOMBURG-Verbundabdichtung ausgeführt wird.
In Schwimmbecken, Beanspruchungsklasse B, gemäß ZDB-Merkblatt "Verbundabdichtungen", ist ein Estrich aus ASO-EZ2-Plus oder ASO-EZ4-Plus einsetzbar, wenn eine geeignete SCHOMBURG-Verbundabdichtung ausgeführt wird.

Der Untergrund muss durch ein geeignetes Verfahren vorbereitet werden, so dass eine porenoffene, für eine Beschichtung geeignete Oberfläche entsteht. Alle haftungsmindernden Stoffe müssen entfernt werden. Dies kann u.a. durch Strahlen, Schleifen oder ein gleichwertiges Verfahren erfolgen.

ASO-EZ2-Plus: begehbar nach ca. 6 Stunden; nach ca. 4 Tagen mit Fliesen und Platten belegbar; voll belastbar nach ca. 7 Tagen
ASO-EZ4-Plus: begehbar nach ca. 6 Stunden; nach ca. 4 Tagen mit Fliesen und Platten belegbar; voll belastbar nach ca. 7 Tagen
ASO-EZ6-Plus: begehbar nach ca. 4 Stunden; nach 1 Tag mit Fliesen und Platten belegbar; voll belastbar nach ca. 7 Tagen
ASO-EZ-LIGHT-Plus: begehbar nach ca. 48 Stunden; nach ca. 28 Tagen mit Fliesen und Platten belegbar; voll belastbar nach ca. 28 Tagen

Eine Holzbalkendecke kann bei Einsatz bspw. eines Zementestriches sowohl statisch (durch das Eigengewicht des Estrichs) wie auch durch das im Estrich enthaltene Wasser negativ beeinflusst werden. Häufig stehen auch nicht die benötigten Höhen z. B. an Türen zur Verfügung, so dass ein solcher nicht eingebaut werden kann. Daher empfehlen wir für derartige Untergründe den Epoxidharzleichtestrich ASODUR-LE, der durch sein niedriges Flächengewicht als auch durch den dünnschichtigen Aufbau den kritischen Anforderungen gerecht wird.

Entweder ASOCRET-HB-flex oder alternativ eine Haftschlämme erstellt aus dem Estrichmörtel und ASOPLAST-MZ 1:1 mit Wasser verdünnt.

ASO-EZ2-Plus, ASO-EZ4-Plus und ASO-EZ6-Plus sind für Fußbodenheizung geeignet. Diese Spezialestriche sind schon nach 3 Tagen gemäß den a.R.d.T. aufheizbar.

Alle verlegten Estriche müssen vor Zugluft geschützt werden. In der ersten Woche nach Verlegung des Estrichs sollten Sie nur die Fenster einer Giebelseite auf Kipp stellen. Danach empfiehlt sich ein Stoßlüften (komplett geöffnete Fenster) für ca. 1,5 Stunden, drei- bis viermal am Tag.

4. Fliesenverlegung

Bei rektifizierten Fliesen werden während der Herstellung zusätzlich die Kanten geschliffen, so dass die Flanken in ein 90° Winkel zur Oberfläche stehen. In der Regel handelt es sich um Großformate, deren Verlegung ab einer Kantenlänge von größer 60 cm als Sonderkonstruktion gilt, die besonders mit dem Auftraggeber vereinbart werden sollte. Durch das Schleifen entstehen rechtwinklige Kanten, so dass "Überzähne" besonders auffallen. Daher empfiehlt es sich in der Regel den Untergrund vorab in einer Schichtdicke von 5-8 mm zu nivellieren, selbst wenn der Untergrund die Ebenheitsanforderungen nach DIN 18202 erfüllt. Je nach Untergrund stehen dafür die Ausgleichsmaßnahmen SOLOPLAN-30 oder ASO-NM15 zur Verfügung.
Da die Großformate dennoch sehr maßgenau sind, ist es möglich rektifizierte Fliesen mit sehr schmalen Fugen zu verlegen. Demzufolge ist der Fugenanteil und die Fugenbreite relativ gering, so dass Formveränderungen des Untergrundes nur bedingt ausgeglichen werden können. Es empfiehlt sich daher verformbare/hoch verformbare Verlegemörtel -Technische Zusatzinformation Nr. 21-, in Verbindung mit größeren Zahnleisten, als spannungsabbauende Maßnahme, zur Verlegung zu verwenden.
In der Regel erfolgt die Verfugung mit der mineralischen CRISTALLFUGE PLUS, mit schneller kristalliner Wasserbindung. Als optimale Lösung bietet sich ASODUR-Design an, das aufgrund der Kunstharz-Materialbasis einen deutlich höheren Spannungsabbau im Vergleich zu mineralische Fugen-Materialien ermöglicht. Zudem bietet ASODUR-Design eine besondere Farbvielfalt mit langandauernder Farbbrillanz.

Weitere Informationen findet man in der Fachinformation des ZDB „GROSSFORMATIGE KERAMISCHE FLIESEN UND PLATTEN“ und dem BEB-Merkblatt „Hinweise zur Planung und Verlegung großformatiger, keramischer Fliesen und Platten, Beton-, Natur- und Kunstwerkstein auf Zementestrichen im Innenbereich".

Sollen Zementestriche ausgeglichen werden kommt der Fließspachtel SOLOPLAN-30 zum Einsatz. Dieser wird in einer Schichtdicke von 3–30 mm zum Glätten, Spachteln, Ausgleichen und Nivellieren eingesetzt. Bei Schichtdicken ≤ 20 mm, Beton und Zementestrich mit ASO-Unigrund-GE grundieren. Bei Schichtdicken > 20 mm, Untergründe mit ASODUR-GBM grundieren und mit Quarzsand der Körnung 0,5 –1,0 mm im Überschuss abstreuen. Rand-, Feld-, Gebäudetrenn- und Bewegungsfugen sind zu übernehmen bzw. an vorgesehener Stelle einzubauen und mit geeigneten Mitteln, z. B. Randdämmstreifen RD-SK50, abzustellen! SOLOPLAN-30 ist bei Schichtdicken ≤ 20 mm nach ca. 16 Stunden mit Fliesen und Platten belegbar.

CA-Fließestriche müssen angeschliffen, abgesaugt und mit ASO-Unigrund-K, ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Der Feuchtigkeitsgehalt in calciumsulfatgebundenen Estrichen muss vor der Verlegung nach der CM-Methode bestimmt werden. Sollen keramische Fliesen und Platten auf calciumsulfatgebundenen Estrichen mit höheren Feuchtigkeiten als in den aktuellen Regelwerken angegeben verlegt werden, so können max. 1,5 % bei unbeheizten und 1,0 % bei beheizten Konstruktionen akzeptiert werden.
Der zu verlegende Belag muss in diesem Fall einen Mindestfugenanteil von 2 % aufweisen (Fliese 40/40, 4 mm Fuge), bei diffusionsoffenen Fliesen kann der Fugenanteil auch geringer sein. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-AEK.
Das Verlegen von Fliesen auf einen noch nicht belegereifen Untergrund ist als Sonderkonstruktion zu bewerten und mit dem Auftraggeber abzustimmen.

Fliesen- und Plattenbeläge sind bedingt durch ihre Verfugung soweit wasserdurchlässig, dass sie in feuchtigkeitsbelasteten Bereichen einer Abdichtung bedürfen, um den Untergrund vor Feuchtigkeit zu schützen. Je nach Beanspruchungsklasse muss das entsprechende System verwendet werden.

Wasserlösliche Farben oder Klebstoffreste müssen entfernt werden. Lack- bzw. Ölfarben müssen ggf. angeschliffen werden. Aufsteigende Feuchtigkeit, aus dem Untergrund ist aus zu schließen bzw. zu verhindern. Grundieren der gesäuberten Fläche mit der schnelltrocknenden, quarzgefüllten Dispersionsgrundierung ASO-Unigrund-S. Mit den Fliesenverlegemörtel LIGHTFLEX, SOLOFLEX-FAST, MONOFLEX-FB können dann, nach dem Abtrocknen der Grundierung die Fliesen verlegt werden.

CA-Estriche müssen angeschliffen, abgesaugt und mit ASO-Unigrund-K, ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Rand-, Feld-, Gebäudetrenn- und Bewegungsfugen sind zu übernehmen bzw. an vorgesehener Stelle einzubauen und mit geeigneten Mitteln, z. B. Randdämmstreifen RD-SK50, abzustellen! Eine geeignete Nivelliermasse ist ASO-NM15. ASO-NM15 kann in einer Schichtdicke von 2 mm – 30 mm eingebaut werden.

Zunächst muß eine Feuchtigkeitsprüfung durchgeführt werden. Der CM-Feuchtigkeitsgehalt darf bei Estrich auf Dämmung oder Trennlage 2,0 CM % nicht übersteigen. Heizestriche müssen vorab aufgeheizt werden. Bei CT-Estrichen im Verbund entfällt eine Feuchtigkeitsmessung. Zum Verlegen der Fliesen können Dünnbettmörtel wie z.B. AK7P, SOLOFLEX, LIGHTFLEX usw. verwendet werden. Durch die Verwendung der hochflexiblen Fliesenkleber UNIFIX-S3 oder UNIFIX-2K können auf einem jungen Zementestrich, sobald er begehbar ist, Fliesen verlegt werden. Bei der Verlegung auf jungen Zementestrichen, ist der noch nicht abgeschlossene Abbindeprozess des Estrichs und die daraus resultierende geringere Festigkeit zu berücksichtigen. Es dürfen keine schweren Lasten auf den Untergrund abgestellt werden. Sinterschichten müssen vor dem Verlegen der Fliesen entfernt werden. Das Verlegen der Fliesen auf einen jungen Zementestrich ist als Sonderkonstruktion zu bewerten und mit dem Auftraggeber abzustimmen.

Für die feste Verlegung von Stein und Keramik auf Balkonen und Terrassen ist die Wahl geeigneter Systeme sehr wichtig. Auf Grund der unterschiedlichen Ausdehnung der eingesetzten Materialien kommt es durch die dort auftretenden Temperaturänderungen zu Spannungen im Schichtenaufbau. Diese müssen dauerhaft kompensiert werden, damit es nicht zum Bruch im Schichtenaufbau kommt. Des Weiteren sind die Kantenlängen der Felder dieser Beläge je nach Stärke der Temperaturbelastung auf 2 – 5 m zu begrenzen. Die Felder sollten ein möglichst gedrungenes Seitenverhältnis von bis zu 1:2 besitzen. Ein Gefälle von 2 % muss vorhanden sein bzw. eingebaut werden.

SCHOMBURG bietet zwei Systeme zur Auswahl.
System 1 (AQUAFIN-TBS): Abdichtung mit AQUAFIN-RS300 bzw. AQUAFIN-2K/M und die Fliesenverlegung mit dem hochflexiblen, zweikomponentigen Fliesenverlegemörtel UNIFIX-S3 bzw. UNIFIX-S3-FAST.
System 2: Abdichtung mit der ADF-Balkonfolie und Fliesenverlegung mit dem ADF-Systemkleber oder ADF-Systemkleber-FB.

Ein besonderer Pluspunkt für Fliesenbeläge aller Arten ist die Hygiene. Sie lassen sich leicht reinigen und bieten keine Möglichkeit zum Keimwachstum. Bakterien, Pilzsporen und andere Krankheitserreger können sich nicht einnisten. Die antistatische Eigenschaft lässt Allergiker aufatmen, da Staub und Milben einfach zu entfernen sind. Darüber hinaus ist Keramik umweltfreundlich und ökologisch wertvoll. Sie ist geruchs- und geschmacksneutral, dünstet nichts aus und nimmt nicht ungewollt Stoffe aus der Umwelt auf. Und da Fliesen in der Regel eine lange Lebensdauer haben, gewinnt auch hier die Umwelt. Fliesen sind ein idealer Bodenbelag für eine energiesparende Fußbodenheizung, da die Wärme der Heizung gut durch Stein- und Keramikböden gelangen kann.

CA-Fließestriche müssen angeschliffen, abgesaugt und wie alle CA-gebundenen Untergründe mit z. B. ASO-Unigrund-K, ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Heizestriche müssen vor den Belagsarbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik aufgeheizt werden. Für die Beurteilung der Belegereife ist eine Feuchtemessung mit dem CM-Gerät durchzuführen (CA-Estriche ohne Fußbodenheizung: 0,5 CM %, CA-Estriche mit Fußbodenheizung: 0,3 CM %). Geeignete Fliesenverlegemörtel sind z. B. MONOFLEX-FB, LIGHTFLEX, SOLOFLEX.

Um haftungsmindernde und nicht tragfähige Schichten, wie z. B. Staub, Schmutz, Schlämpe, Sinterschichten, Anstriche, Spachtelungen etc. zu entfernen, eignen sich mechanische Verfahren, wie z. B. Fegen, Sandstrahlen, Kugelstrahlen, Höchstdruck-Wasserstrahlen, Schleifen, Fräsen etc. Vorhandene Risse im Untergrund müssen vor der Verlegung der Fliesen und Platten mit Reaktionsharz geschlossen werden. Sollten Bewegungen im Rissbereich eines schwimmenden Estriches nicht ausgeschlossen werden können, muss dieser im Fliesen- bzw. Plattenbelag als Bewegungsfuge übernommen werden. Ist dies aufgrund des Rissverlaufes nicht möglich, ist der Riss mit Reaktionsharz zu schließen und daneben eine zum Fliesenraster passende Fuge in den Estrich zu schneiden.

Der vorherige Fliesenbelag muss fest und tragfähig sein, lose Bereiche sind zu entfernen und mit Zementmörtel MGIII zu egalisieren. Der Untergrund muss gereinigt und alle haftungsmindernden Bestandteile, wie z. B. Kalk, Fett, Schmutz etc. müssen entfernt werden. Risse im Untergrund sind mit Reaktionsharz zu verharzen (ASODUR-K900). Ein Anschleifen des alten Fliesenbelages erhöht die Anhaftung der Grundierung oder Kontaktspachtelung. ASO-Unigrund-S ist eine spezielle Schnellhaftgrundierung für saugende und nicht saugende Untergründe. Auf einen vorbereiteten alten Fliesenuntergrund wird ASO-Unigrund-S unverdünnt im Kreuzgang mit einer Lammfellrolle aufgetragen. Mit den Fliesenverlegemörtel LIGHTFLEX, SOLOFLEX, AK7P können dann, nach dem Abtrocknen der Grundierung die Fliesen verlegt werden.

Entweder die Multifunktions-Flexfuge CRISTALLFUGE PLUS (für Fugenbreiten bis 10 mm) oder die ASO-Flexfuge (für Fugenbreiten bis 20 mm).

Die Prüfung und Vorbereitung des Untergrundes ist ein wesentlicher Bestandteil der handwerklichen Leistung. Gemäß VOB ist der Auftragnehmer verpflichtet, den Untergrund fachmännisch zu prüfen. Mangelhaft vorbereitete Untergründe sind oft der Grund für Schäden an den verlegten Belägen aus Fliesen und Platten. Durch eine fachgerechte Untergrundvorbereitung wird ein optimaler Haftverbund des Belages aus Fliesen und Platten hergestellt. Zu einer vollständigen Untergrundprüfung gehören folgende Schritte:
1. Inaugenscheinnahme.
2. Prüfung der Ebenheit: Die zulässigen Maßtoleranzen sind in der DIN 18202 „Maßtoleranzen im Hochbau“ beschrieben. Die Prüfung erfolgt mit einer Messlatte und einem Messkeil.
3. Wischprüfung: Durch das Wischen mit der flachen Hand über die Oberfläche können Verschmutzungen (z. B. Staub) festgestellt werden.
4. Klopfprüfung Durch Klopfen – z. B. mit einem stumpfen Hammer – lassen sich Hohlstellen anhand von Änderungen im Klangbild erkennen.
5. Benetzungsprüfung: Durch das Auftragen von Wasser – z. B. mit einer Bürste – wird die Saugfähigkeit des Untergrundes geprüft. Das Wasser muss binnen kurzer Zeit vom Untergrund aufgenommen werden. Ist dieses nicht der Fall, kann dies ein Indiz für zu hohe Feuchtigkeit, Trennmittelrückstände, Zementschlämmen oder ähnliches sein.
6. Hammerschlagprüfung: Die Prüfung dient zur Feststellung dünner, harter Schichten über darunter befindlichen weichen Zonen. Die harte Schale in der Oberfläche des Untergrundes bricht bei der Prüfung in Stücken heraus.
7. Gitterritzprüfung: Durch das rautenförmige Einritzen der Oberfläche des Untergrundes mit dem Gitterritz-Prüfgerät kann die Oberflächenbeschaffenheit (Schichten, Härte etc.) beurteilt werden. An den Schnittpunkten dürfen bei gleichzeitiger Ritzbarkeit keine Ausbrüche vorhanden sein.
8. Feuchtigkeitsmessung: Die Feuchtigkeitsmessung ist eine Prüfung zur Bestimmung der Belegreife des Untergrundes. Der maximale Feuchtegehalt für die Verlegung von Fliesen und Platten darf bei Zementestrichen (auf Trennlage oder Dämmung) 2,0 % und bei Calciumsulfatestrichen 0,5 % (unbeheizt) und 0,3 % (beheizt), gemessen mit CM-Messgerät, betragen. Mit elektronischen Feuchtemessgeräten kann zwar eine zerstörungsfreie Messung durchgeführt werden, da jedoch die Genauigkeit nicht gegeben ist, bieten diese allenfalls einen Anhaltswert.

Holzuntergründe müssen sauber, trocken und tragfähig sein. Holzspanplatten müssen im Verbund verlegt, verschraubt und verleimt sein. Schadhafte Holz-/Holzdielenuntergründe sind auszutauschen, lose Holzdielen fachgerecht zu befestigen (z. B. schrauben etc.). Fugen zwischen Dielenbrettern mit einer geeigneten Acrylfugmasse schließen. An aufgehenden Bauteilen ist ein Abstand von mind. 5 mm durch Anlegen des selbstklebenden Randdämmstreifens RD-SK50 herzustellen. Eine besonders schnelle und wasserfreie Lösung für gleichzeitigen Ausgleich von Untergründen bietet der leichte Epoxidharzestrich ASODUR-LE. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-S3-FAST, LIGHTFLEX, MONOFLEX-FB.
Eine andere Alternative bietet die wärmedämmende Trittschall- und Entkopplungsplatte STEPBOARD 9 mm oder 15 mm. Hier kann der Holzuntergrund im Vorhinein mit der SOLOPLAN-FA ausgeglichen werden. Nachdem die Ausgleichmasse trocken ist, verlegt man die Entkopplungsplatte mit einem entsprechenden Fliesenverlegemörtel z. B. MONOFLEX-FB. Die Platten sind im Verband zu verlegen d.h. Kreuzfugen sind auszuschließen. Auf die verlegten STEPBOARD können dann Fliesen mit dem Fliesenverlegemörtel MONOFLEX-FB oder LIGHTFLEX verlegt werden.

Um Fliesen auf einen Gussasphaltestrich zu verlegen, muss dieser mind. eine Güte von AS-IC 10 und eine Mindestdicke von 25 mm besitzen. Der Gussasphaltestrich muss zu allen aufgehenden Bauteilen eine Bewegungsfuge von 10 –15 mm aufweisen, die bis in den Oberbelag zu übernehmen ist. Handelt es sich bei dem Gussasphalt um einen neu erstellten Estrich, so ist darauf zu achten, dass dieser voll deckend mit Quarzsand abgestreut ist. Ist dies nicht der Fall muss vor der Abdichtung und Fliesenverlegung der Untergrund mit einem Epoxidharz wie ASODUR-GBM grundiert und im frischen Zustand mit Quarzsand der Körnung 0,1 – 0,6 mm abgestreut werden. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-S3-FAST, LIGHTFLEX, MONOFLEX-FB.

5. Industriebodenbeschichtung

Dies ist abhängig von der Bauteildicke sowie den Umgebungsbedingungen. Bei Zementestrichen kann man davon ausgehen, dass dieser Wert nach ca. 28 Tagen und bei monolithisch eingebauten Betonen nach ca. 3 Monaten erreicht wird.

Nein, da bei Abweichungen des vorgegebenen Mischungsverhältnisses die überschüssigen Anteile nicht gebunden werden, die Beschichtung härtet kaum oder ungleichmäßig aus (weiche Stellen etc.).

Der Untergrund muss durch ein geeignetes Verfahren vorbereitet werden, so dass eine porenoffene, für eine Beschichtung geeignete Oberfläche entsteht. Alle haftungsmindernden Stoffe müssen entfernt werden. Dies kann u.a. durch Strahlen, Schleifen oder ein gleichwertiges Verfahren erfolgen.

Bei Beschichtungen mit einem Materialverbrauch ab 1,5kg /m² oder höher auf der Fläche pro Arbeitsgang. Das Abstacheln des Materials sollte erst nach ca. 20 Minuten nach der Materialapplikation erfolgen.

Für die Materialreaktion spielt die Temperatur von Material und Untergrund sowie die angegebene Topfzeit eine wesentliche Rolle. Nach dem Anmischen des Materials (siehe Angaben Technische Merkblatt) ist dieses sofort auf den Untergrund zu verteilen, dadurch nimmt sich das Material sofort die Untergrundtemperatur an und die Materialreaktionszeit verzögert sich. Um so kompakter sich das angemischte Material im Gebinde befindet um so schneller ist die Materialreaktion, wenn nicht anders möglich ein Verarbeitungsgebinde mit großem Durchmesser verwenden. Niemals aus dem Liefergebinde arbeiten.

Zum Mischen der Komponenten : Rührgefäß (zusätzlich zum Liefergebinde), Rührwerk bzw. langsam laufende Bohrmaschine, Rührwendel, evtl. Waage.

Zur Applikation als Versiegelung (Rollbeschichtung): Pinsel; fusselfreie, lösungsmittelbeständige Fellrollen.

Zur Applikation als Spachtelauftrag (Verlaufsbeschichtung): Kelle u. o. Rakel, Zahnrakel, Stachelwalze, Nagelschuhe